Hallo zusammen,
mir geht es gut und ich lebe noch. Ich hatte in letzter Zeit einige Probleme, die mich am Blog schreiben hinderten. Angefangen hat alles vor ca. 3 Wochen, dummerweise ist mir mein Laptop heruntergefallen und das Display hat es leider nicht überstanden. Demnach ist auch der alte Beitrag nicht mehr vorhanden. Nachdem ich mir ein Angebot für eine Reparatur habe machen lassen, habe ich mich für einen neuen Laptop entschiedenen. Allein das Display sollte 400 Euro kosten und ich habe hier einen Rechner für 390 Euro gesehen. Demnach viel mir die Entscheidung relativ leicht. Wobei ich meinen kleinen geliebten Laptop doch sehr vermisse.
Wie dem auch sei, nachdem ich den neuen Rechner hatte befand ich mich auf Reisen und hatte kaum Empfang oder Zeit. Aus diesem Grund haben mich auch einige meiner Freunde schon für verblichen gehalten. Vielen Dank für die Anteilnahme aber ihr könnt meine Güter und Besitztümer noch nicht unter euch aufteilen!
Genug dahin geredet, nun kommt es hart auf hart. Ich werde mal versuchen die letzten Wochen Zusammenzufassen und das Ganze mit schönen Bildern zu unterlegen.
Die letzten Tage auf der Farm
Ich habe die Zeit wirklich sehr genossen, auch wenn die Tage langsam immer kürzer und kälter wurden. Die Bauern wollten mich nicht gesehen lassen und machten dauernd Witze, dass ich nicht gehen kann. Josh, der Sohn von Tim Button sollte während des Essens immer rüber in mein Haus schleichen um meinem Pass zu klauen. Demnach denke ich, dass sie mich gerne da behalten wollten. Mein Gehalt wurde auch direkt verdoppelt, allerdings war es mir einfach zu viel Arbeit und ich wollte mir auch mal das Land anzuschauen. Aus diesem Grund, habe ich mich dann doch entschieden zu gehen und habe mich von allen Verabschiedet. Am frühen Samstagmorgen wollte ich dann mein Ross (Chantalle) satteln und in die weite reiten (fahren). Allerdings hatte ich am Vorabend mal wieder eine dumme Idee und habe in meinen Vorräten einen leicht angeschimmelten Maiskolben gefunden. Da ich nur ungern Essen wegwerfe, habe ich mich in alkoholisierten Zustand, dazu entschieden ihn zu Essen. Die Wirkung war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. Wenige Stunden später hatte ich bereits starkes Fieber, Halluzinationen und Schüttelfrost. Am nächsten Morgen begruesste mich mein Magen und Darm mit einer freundlichen Entleerung, welche dann auch den ganzen Tag ausgeführt werden wollten. Aus diesem Grund hat sich meine Abreise ein paar Tage verzögert und ich bin wieder einmal ein wenig klüger geworden.
Christchurch
Meine Reise führte mich in die Weltmetropole Christchurch. Dort wollte ich mich mit ein paar Leuten treffen und meinen Laptop reparieren lassen. Die Laptop Geschichte hatte ich bereits angesprochen und es ist am Ende ja ein neuer geworden. Von den Leuten waren „leider“ nur noch zwei anwesend, da ich ja ein paar Tage verspätet eingetroffen bin. Glücklicherweise handelte es sich bei den Leuten um zwei sehr nette Damen. Nachdem ich mich telefonisch mit ihnen in Verbindung setzte, wurde ich auch direkt zum Essen eingeladen. Ich wusste nicht wirklich was mich erwartete aber machte mich mit knurrendem Magen auf dem Weg. Ich musste durch die halbe Stadt fahren und das ganze zog sich in die die Länge, da gerade ein gut besuchtes Rugby spiel sein Ende fand. Nachdem ich bei der mir genannten Adresse angekommen war, stellte sich heraus, dass die zwei Mädels bei einer Neuseeländischen Familie untergekommen waren. Nett, wie hier fast alle sind, wurde ich beim Essen auch direkt gefragt ob ich ein Bett für die Nacht bräuchte. Im Anschluss begaben wir uns noch, in Begleitung von zwei Söhnen der Familie, in eine anrüchige Bar im Stadtzentrum.
Den folgenden Tag habe ich mit den zwei Damen in der Stadt verbracht und am frühen Nachmittag habe ich mich auf die Reise Richtung Mount Cook gemacht. Welcher mit 3800 Metern der höchste Berg Neuseelands ist.
Mt Cook
Wunderschön und mit unseren Alpen vergleichbar. Mit diesen wenigen Worten, kann man es eigentlich zusammenfassen. Ich persönlich fühle mich sehr wohl im Gebirge und aus diesem Grund haben mir auch die Tage dort sehr gut getan. Mein Plan bestand eigentlich darin, den 3800 Meter hohen Berg zu bezwingen. Allerdings hatte ich da wohl den Mund ein wenig zu voll genommen. Auch meine Internet Recherchen erwiesen sich als falsch.
Quasi am Fuße des Berges, auf 700 Höhenmetern liegt ein kleines Dorf, mit dem Namen: „Mount Cook Village“ (zu Deutsch „Mount Cook Dorf“, was für ein Zufall habe ich mir in diesem Moment gedacht). Ich bin mir nicht sicher, ob es einen Platz in den Alpen gibt, wo mehrere 3000er ein 700 Meter Tal umgeben. Es ist ein sehr faszinierender Anblick, den ich hoffentlich in einigen Bildern festhalten konnte. Wie in fast jedem Ort gibt es hier in Neuseeland eine Touristeninformation (Dort arbeiten immer sehr hilfreiche und freundliche Menschen, die einem mit allem Problemen und Sorgen weiter helfen. Zur Not kann man sich hier auch mit Hand und Fuß verständigen, das Personal ist da schon sehr abgehärtet), zu welcher ich mich direkt begeben habe. Dort äußerte ich meine Mt Cook besteigungswünsche, welche mit einem freundlichen laecheln beantwortet wurden. Dann erhielt ich eine Broschüre, über Wanderungen (dabei liegt die Betonung auf eher auf Rollstuhlwanderungen) in der Region. Desweiteren wurde mir von einer Besteigung abgeraten und ich wurde in aller Ruhe meiner Frustration überlassen.
Rollstuhlwanderungen
Gleich zu Beginn, ich möchte keine Rollstuhlfahrer diskriminieren aber ich, für meinen Teil habe noch zwei gesunde Beine, die sich gerne über Stock und Stein bewegen. Dazu noch etwas Zusatzinformation; Mt Cook Village wird täglich von mehren hundert Busen angesteuert und von kleinen Fototalentierten Chinesen über Inder, Amerikaner und Preußen ist eigentliche jede Nationalität in rauen Massen vorhanden. Aus diesem Grund wurden Wanderwege im Stile deutscher Autobahnen ausgehoben und planiert. Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, Wanderungen von 5 Minuten bis 2 Stunden zu unternehmen. Mir gefielen daran weder die Menschenmassen noch die Wanderlängen. Aus diesem Grund habe ich mich wieder zur Touristeninformation gemacht und um Anspruch gebeten. Daraufhin musste ich über meine Erfahrungen berichten und mir wurde auch die eine oder andere Frage gestellt. Im Anschluss berichtete mir der nette Herr, das öfter mal ein paar Flip Flop träger vom Berg fallen oder Menschen in kurzen Hosen und T-Shirt vor dem erfrieren gerettet werden müssen.
(Zusatzinfo: Als ich dort war, hatten wir noch Sommer und ich habe dort von Hagel, Regen, Schnee bis hin zu strahlend blauen Himmel alles erlebt.)
Das ganze Flip Flop und erfrieren Gerede empfand ich als sehr belustigend aber nicht wirklich verwunderlich. Touristen hab ich mir nur gedacht =D Dabei bin ich ja selber einer… Wie dem auch sei, nachdem alles geklärt war, holte der Herr eine Karte und zeigte mir 3 Tagestouren auf 2500er Gipfel. Allerdings ohne gemachte Wege und mit kleinen Klettereinlagen. Da ich das Ganze aus sicherheitstechnischen Gründen nicht allein unternehmen wollte habe ich mich in ein Hostel begeben um Menschen zu bekehren. ;-D Dort habe ich unter anderem eine Gruppe kennengelernt, die am Mt Cook für dem Mt Everest trainieren Die wollte mich sogar mitnehmen, allerdings haette mich der Spass 2.600 Euro gekostet und aus diesem Grund habe ich dankend abgelehnt. Ich konnte dann auch noch einen Juergen vom Bodensee für meine Unternehmungen gewinnen und habe es ihm sogar als seine eigenen Ideen verkauft. Leider weiß ich nichtmehr wie ich das angestellt habe, allerdings beinhaltete es Bier und Whisky.
Die folgenden drei Tage befangen wir uns auf 8 stuendigen Tagestouren, welche wirklich sehr anstrengend waren. Bilder davon werde ich wie immer im Anhang beifügen. Auf die Touren selber möchte ich nicht weiter eingehen, da das den Blog aufs äußerste dehnen würde.
Queenstown
Wem hier langweilig wird der ist selber schuld! Mit diesen Worten möchte ich die Stadt Queenstown vorstellen. Nachdem ich meine herrlichen Bergerlebnisse hinter mir gelassen habe, hat es mich in diese jungendlich frische Stadt gezogen. Sehr schön, an einem See und zwischen Bergen liegt diese Party Metropole. Eigentlich wollte ich hier nur einen Tag bleiben, allerdings sind dann doch vier daraus geworden. Viele junge Menschen, Strand, Clubs und unzählige Freizeitaktivitäten bilden die Basis dieser Stadt. Ich hatte meinen Spaß und würde gerne noch einmal dorthin zurück.
Te Anau
Meine nächste Anlaufstelle, war die kleine Stadt Te Anau. Diese stellt den Ausgangspunkt für Unternehmungen in Neuseelands Fjordland dar. Ich selbst bereitete mich hier für eine mehrtägige Wanderung durch das Fjordland vor. Es gibt, über ganz Neuseeland verteilt Mehrtages Touren. Die schönsten befinden sich im Fjordland und aus diesem Grund habe ich mich auch für einen hiesigen entschieden. Der so genannte „Kepler Track“ ist eine fünf Tages Tour, welcher sich durch Urwald und über voralpinen Bereichen erstreckt. Hierbei ist es einem selbst überlassen, ob man in Hütten oder einem Zelt übernachtet. Wie meistens habe ich den Mund mal wieder sehr voll genommen und mich für die Zelt Variante entschieden. Zelt, Isomatte, Kocher, Geschirr, Nahrung, Wechsel- und Regensachen in den Rucksack und ab ging es in die Wildnis. Die Tour ist eine Rundstrecke und hat eine Gesamtlänge von 63 Kilometern, die sehr sehr sehr viele Hoehenmeter beinhalten. Auf der Strecke gibt es vier Hütten und zwei Campingplätze (wobei das Wort „Platz“ in diesem Zusammenhang nichts zu suchen hat. Plätzchen würde es eher treffen. Einigen wir uns also auf Campingplätzchen). Demnach wird man beim reinen Zelten dazu gezwungen den Track nicht in fünf, sondern in 3 Tagen zu absolvieren (ergibt sich aus vorhergehenden Satz „vier Hütten und zwei Campingplätze“). Leider hatte ich nur am ersten Tag Glück mit dem Wetter. Dieser beinhaltete auch kaum Höhenmeter und endete am Rand des Urwalds an einem wunderschönen Strand. Dort habe ich mein Zelt aufgebaut und wurde von einem anderen Camper über blutdurstige Insekten und verfresse Mäuse informiert. Zum Glück hatte ich Insektenschutz dabei, sonst wäre ich genauso zerstochen geendet wie der arme Informand. Ich konnte in Ruhe mein Abendbrot bei einem wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Leider habe ich die Sonne dann auch erst ein paar Tage später wieder gesehen. In der Nacht wurde ich von Mäusen geweckt die um und auf meinem Zelt umherjagten, in diesem Moment war ich sehr froh vorher von der Plage gehört zu haben. Anderenfalls hätte ich sicher Angst bekommen das mich wilde Tiere überfallen. So konnte ich nach ein paar lautstarken Schreien wieder schön weiter schlafen.
Der Folgetag startete bewölkt und ging steil von 0 auf 1400 Höhenmeter. Oben erwartete mich eine Hütte in der ich mein Mittag zu mir nahm. Dort lernte ich auch nette Leute kennen, mit denen ich einen kurzen Ausflug zu einer Höhle machte. Im Anschluss musste ich mich wieder auf den Weg machen, da mein Zeltplatz noch weiter 15 Kilometer entfernt war. Leider fing es an sehr stark zu regnen und zu winden. Da der ganze Weg auf einem Kam entlang führte, wurde ich auch das eine oder andere mal fast herunter gepustet. (Wetterbericht war im Übrigen 3 Tage Sonnenschein, als ich wieder zurück war hab ich nochmal nachgefragt und es wurde in Sturmwarnung mit Hangel und Boehen bis 100 km/h geändert. Vielen Dank nochmal an die Wetterdienst Pappnasen!!) Am frühen Abend musste ich nur noch in ein Tal Absteigen, mein Zelt aufbauen und panisch feststellen, dass ich keinen Handy empfang hatte. Mein Vater hatte an diesem Tag Geburtstag. Ich hatte vorher extra gefragt ob ich Empfang hätte, das wurde in der Touristeninfo auch mit einem JAAAAAAA beantwortet. Ich bin dann schnell auf drei Berge gestiefelt und musste feststellen, dass JAAAAAA nicht immer Empfang bedeutet. Ich bin dann völlig erschöpft ins Bett um früh panisch in die Zivilisation zu rennen. Leider habe ich es aber nicht mehr rechtzeitig geschafft und somit konnte ich meinem Dad erst verspätet Gratulieren. Tut mir wirklich leid, passiert mir aber unter Umständen wie diesen sicher wieder. Am Ende habe ich 48 Stunden für die ganze Tour gebraucht. Zusammenfassend wirklich wunderschön aber eventuell doch eher eine vier oder fünf Tages Tour.
Milford Sound
Im nördlichen Fjordland befindet sich ein großer Fjord, der von hohen Bergen und zahlreichen Wasserfällen umgeben wird. Ich hatte mich entschlossen, diesen Fjord per Seekanu zu bezwingen. Dazu habe ich mich eine Tour in Te Anau gebucht. Begin war sehr früh an einem Samstagmorgen. Die gesamte Umgebung erinnert sehr stark an Norwegen, allerdings ist es um einiges beeindruckender. Ich habe mehrere, über 100 Meter hohe Wasserfälle gesehen. Allerdings wirken diese, im Vergleich zu den riesigen Bergen, sehr klein. Der Tag war sehr schön, ich habe nette neue Leute kennengelernt und habe es wirklich sehr genossen. Das Ganze dann in Bildern am Ende.
Das hier und jetzt
Ich habe vor einer Woche beschlossen, den Bauern einen Besuch abzustatten. Eigentlich wollte ich wirklich nur vorbei schauen, aber alle haben sich so gefreut und ich wurde gebeten ein paar Tage zu bleiben. Wir haben eine Menge unternommen und ich war viel Fischen. Habe auch vier große Forellen gefangen. Dann waren wir auf der Auster und Muschel und Flusskrebs jagt. Zusammenfassend hatte ich ein paar sehr schöne Tage und habe mich fast wie Zuhause gefühlt. Ich glaube ich habe hier unten gute Freunde gefunden, die mich auch besuchen wollen. Heute werde ich allerdings abreisen, auch wenn der Bauer mich eben gefragt hat ob ich nicht bis morgen bleiben möchte. Es muss weiter gehen, es gibt noch eine Menge zu sehen.
USA
Ich habe gestern mit meiner Gastfamilie aus den USA gesprochen. Sie würden sich freuen, wenn ich im Juni komme. Da Roy, der Gastvater, schon einige Angeltrips für mich vorbereitet hat. Juni, passt mir persönlich eigentlich nicht so gut. Allerdings kann ich beim Angeln immer nicht nein sagen. Ich schaue mal was ich machen kann und halte euch auf dem Laufenden.
Bilder
1. Selbstgebackenes Brot, lecker lecker!
2. Schafscheren auf Geschwindigkeit, die armen Dinger haben fast alle geblutet.
3. Seelöwe, hat angst vor mir und rennt panisch ins Wasser
4. Ureinwohner Tanz in Christchurch
5. Gletschersee mit Mt Cook im Hintergrund, man sieht einen Teil eines riesigen Tales, dass einst ein riesiger Gletscher war
6. Mt Cook und Mt Cook Village
7. Mt Cook
8. “kleiner” Gletschersee mit Eisbergen, wirken klein, sind aber riesig
9. Jeti
10. Alpines Dixiklo
11. Campingplatz, naehe Queenstown
12. Queenstown
13. Queenstown
14. Zelten am Strand
15. Hoehle auf dem Kepler Track
16. Urwald Kepler Track
17. Nochmal Urwald
18. Milford Sound, im linken Fjord sieht man zwei Wasserfaelle (ganz klein) sind beide ueber 150 Meter hoch
19. Das ist einer von beiden Wasserfaellen, 167 Meter hoch und somit hoeher als die Niagarafaelle
20. Das Arbeitsgeraet, aufgenommen zur Pinkelpause
21. Milford Sound bei Ebbe
22. Gluehwuermchen, in einer Hoehle
23. Suendlichster Punkt Neuseelands, es war kalt und Windig, man ist naeher am Suedpol als am Aequator (zitter)























tolle geschichten, tolle bilder – das warten hat sich gelohnt!
scheeeeese!!! der gute laptop! tausend march! einfach weg oO
gibts hier mal wieder ein blogupdate oder was? =)
wann gibts denn mal wieder n blogupdate?
lebst du noch meiner?