Nachdem es nun seit Maerz nichts mehr zu hoeren gab, moechte ich nun anfangen und meine Reise Rueckblickend aufarbeiten. Sicherlich sind meine Erfahrungen und Erlebnisse nicht mehr frisch. Ich habe auch schon so einiges wieder vergessen.
Im letzten Blog habe ich davon berichtet, dass ich gerade wieder bei meinen Milchbauern zu Besuch bin. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, im grossen und ganzen habe ich ein wenig mitgeholfen und bin viel Angeln gegangen. Die Bauern hatten bereits einen neuen Arbeiter, der aus England stammte. Sein name ist Chris und wir waren ungefaehr im selben Alter. Aus diesem Grund haben wir des oefteren versucht die Bars der Umgebung unsicher zu machen. Was uns auch das ein oder andere Mal gelungen ist. Nach gut 1 ½ Wochen habe ich mich dann wieder aus dem Staub gemacht und mich auf meine Reise ueber den Rest der Suendinsel begeben.
Gletscher
Meine erste Station waren die Weltberuehmten Gletscher Neuseelands. Diese sind so besonders, da sie im Hochgebirge liegen und sich bis in den Urwald erstrecken. Es ist ein komisches gefuehl bei 25 Grad am Fusse eines riesigen Gletschers zu stehen. Eventuell hat man diese Moeglichkeit sogar nur in Neuseeland, wobei ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen moechte. Als erstes machte ich beim so genannten Fox Gletscher halt. Die einheimischen nennen ihn wohl Te Moeka o Tuawe aber ich koennte das nicht einmal aussprechen. Dieser Gletscher ist so besonders, weil er nicht wie fast alle anderen schmilzt, sondern pro Tag um 40 cm ins Tal „waechst“. Nach einer ca. 45 minuetigen Wanderung war ich am Fusse und wollte mir das Wachstum aus der naehe anschaun. Allerding begann es sehr stark zu regnen und aus diesem Grund habe ich nur ein sehr schlechtes Foto und keine Wachstumsberichte…
Im Anschluss machte ich in einem Hostel zwischenstopp und verbrachte dort die Nacht. Frueh am naechsten Morgen machte ich mich auf zum zweiten Gletscher. Dem Franz Josef Gletscher, welcher nur wenige Kilometer vom Fox entfernt liegt. Dieser traegt seinen Namen, weil er von einem Deutschen namens Julius von Hast entdeckt wurde. Komischerweise verliert dieser Gletscher allerdings an Masse und laenge, obwohl er in unmittelbarer naehe zum Fox liegt. Nachdem ich meine Fotos getaetigt hatte, machte ich mich auf meine Reise in den Norden. Das Wetter wurde immer schlechter und ich hoffte auf waermere Temperaturen im Norden.
Eierkuchenfelsen
Nach mehreren Stunden Fahrt machte ich eine lustige Entdeckung. Ein Schild machte mich auf ein Naturphaenomen der besonderen Art aufmerksam. Dazu moechte ich nicht viele Worte verlieren, die Bilder sprechen meiner Meinung nach fuer sich. Beschreiben laesst sich das ganze relativ einfach. Diese am Meer liegenden Berge oder besser gesagt Felsen, sehen aus wie uebereinander gestapelte Eierkuchen. Wieso und warum, darum streiten sich die Wissenschaftler noch.
Able Tasman National Park
Nach dem ganzen herumgereise, habe ich mich fuer eine von Neuseelands schoensten Wanderungen entschlossen. Diese befindet sich im Nord-Westen der Suedinsel. Das Gebiet in dieser Gegend, ist wohl das Sonnenreichste des ganzen Landes. Demnach kann ich auch nicht von Glueck sprechen, dass ich ausgezeichnetes Wetter mit viel Sonnenschein hatte. Ich habe die gute Chantalle bei einer Faehrgesellschaft geparkt. Meinen Rucksack gepackt und mich dann mittels Boot in den National Park bringen lassen. Dort wurde ich dann mit einigen anderen an einem einsamen Strand, im nirgendwo ausgesetzt. Die gesamte Wanderung ist wohl fuer 3 oder mehr Tage gedacht. Da ich aber schon einige Wanderungen gemacht hatte und in guter Kondition war, habe ich mich entschlossen das Ganze in zwei Tagen zu machen. Im Nachhinein betrachtet, haette ich doch 3 Tage machen sollen. Die Umgebung ist wirklich sehr schoen und ich konnte nur wenig halt machen. Man muss sich vorstellen, dass der gesamte Weg in unmittelbarer naehe vom Meer stattfindet. Demnach laeuft man viel an einsamen und wunderschoenen Straenden entlang. Einige passagen sind auch Gezeiten abhaengig, was meinen Zeitplan stark beeinflusste. Im Anhang ist ein Bild von einer Gezeiten-passage, sowohl bei Flut als auch bei Ebbe zu finden. Trotz meiner Groesse, reichte mir das Wasser immer noch bis zur Taille und die Überquerung dauerte gute 40 Minuten.
Am Abend schlug ich mein Lager direkt am Strand auf. Ich lernte zwei Iraker und einen Australier kennen und wir verbrachten ein paar geschichtenreiche Stunden am Lagerfeuer. Mitten in der Nacht wurde ich von Wellen Geräuschen wach. Ich drehte mich zum Meer und musste mit erschrecken festellen, dass die Brandung nur einen guten Meter von mir entfernt war. Man lernt halt nie aus…
Nachdem ich meine Wanderung dann am zweiten Tag erfolgreich abgeschlossen hatte. Habe ich mich auf den Weg zum noerdlichsten Punkt der Suedinsel gemacht. Dort gab es ein Kap, die reinsten Frischwasserquellen der Welt und riesige Sandduenen zu begutachten.
Im Anschluss verbrachte ich einige schoene Tage in Nelson, sowie Blenheim. Dort habe ich mich mit alten Freunden wieder getroffen und wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht.
Am 8. April war es dann soweit, ich musste (womoeglich fuer immer) Abschied von der suedinsel nehmen. Demnach machte ich mich am fruehen Morgen auf den Weg zur Faehre.
Der naechste Bericht beinhaltet dann die Reise auf der Nordinsel.
Bilder
1. Icke mit Fisch
2. Regenbogen + Bachforelle
3. Fox Gletscher
4. Eierkuchenfelsen
5. Eierkuchenfelsen 2
6. Seeroben
7. Able Tasman absetzpunkt
8. Able Tasman National Park
9. Passage bei Flut
10. Passage bei Ebbe
11. Man sieht die Wasserhoehe trotz Ebbe
12. Komische Enten
13. riesen Muschel
14. Mein Nachtlager am Strand, an den angespuehlten Holz sieht man wie nah das Wasser kommt.
15. Nordkap der Suedinsel
16. Sanduenen
17. Sanduenen 2
18. Chantalle ganz sauber


















heimweh klingt doch gut. wir bewegen uns in der zeit in deinen großen fußstapfen vorwärts
sind gespannt was du noch alles über die nordinsel zu berichten hast. liebe grüße aus christchurch