Gruesse aus den USA

17 07 2010

Nachdem es nun seit Maerz nichts mehr zu hoeren gab, moechte ich nun anfangen und meine Reise Rueckblickend aufarbeiten. Sicherlich sind meine Erfahrungen und Erlebnisse nicht mehr frisch. Ich habe auch schon so einiges wieder vergessen.

Im letzten Blog habe ich davon berichtet, dass ich gerade wieder bei meinen Milchbauern zu Besuch bin. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, im grossen und ganzen habe ich ein wenig mitgeholfen und bin viel Angeln gegangen. Die Bauern hatten bereits einen neuen Arbeiter, der aus England stammte. Sein name ist Chris und wir waren ungefaehr im selben Alter. Aus diesem Grund haben wir des oefteren versucht die Bars der Umgebung unsicher zu machen. Was uns auch das ein oder andere Mal gelungen ist. Nach gut 1 ½ Wochen habe ich mich dann wieder aus dem Staub gemacht und mich auf meine Reise ueber den Rest der Suendinsel begeben.

Gletscher

Meine erste Station waren die Weltberuehmten Gletscher Neuseelands. Diese sind so besonders, da sie im Hochgebirge liegen und sich bis in den Urwald erstrecken. Es ist ein komisches gefuehl bei 25 Grad am Fusse eines riesigen Gletschers zu stehen. Eventuell hat man diese Moeglichkeit sogar nur in Neuseeland, wobei ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen moechte. Als erstes machte ich beim so genannten Fox Gletscher halt. Die einheimischen nennen ihn wohl Te Moeka o Tuawe aber ich koennte das nicht einmal aussprechen. Dieser Gletscher ist so besonders, weil er nicht wie fast alle anderen schmilzt, sondern pro Tag um 40 cm ins Tal „waechst“. Nach einer ca. 45 minuetigen Wanderung war ich am Fusse und wollte mir das Wachstum aus der naehe anschaun. Allerding begann es sehr stark zu regnen und aus diesem Grund habe ich nur ein sehr schlechtes Foto und keine Wachstumsberichte…

Im Anschluss machte ich in einem Hostel zwischenstopp und verbrachte dort die Nacht. Frueh am naechsten Morgen machte ich mich auf zum zweiten Gletscher. Dem Franz Josef Gletscher, welcher nur wenige Kilometer vom Fox entfernt liegt. Dieser traegt seinen Namen, weil er von einem Deutschen namens Julius von Hast entdeckt wurde. Komischerweise verliert dieser Gletscher allerdings an Masse und laenge, obwohl er in unmittelbarer naehe zum Fox liegt. Nachdem ich meine Fotos getaetigt hatte, machte ich mich auf meine Reise in den Norden. Das Wetter wurde immer schlechter und ich hoffte auf waermere Temperaturen im Norden.

Eierkuchenfelsen

Nach mehreren Stunden Fahrt machte ich eine lustige Entdeckung. Ein Schild machte mich auf ein Naturphaenomen der besonderen Art aufmerksam. Dazu moechte ich nicht viele Worte verlieren, die Bilder sprechen meiner Meinung nach fuer sich. Beschreiben laesst sich das ganze relativ einfach. Diese am Meer liegenden Berge oder besser gesagt Felsen, sehen aus wie uebereinander gestapelte Eierkuchen. Wieso und warum, darum streiten sich die Wissenschaftler noch.

Able Tasman National Park

Nach dem ganzen herumgereise, habe ich mich fuer eine von Neuseelands schoensten Wanderungen entschlossen. Diese befindet sich im Nord-Westen der Suedinsel. Das Gebiet in dieser Gegend, ist wohl das Sonnenreichste des ganzen Landes. Demnach kann ich auch nicht von Glueck sprechen, dass ich ausgezeichnetes Wetter mit viel Sonnenschein hatte. Ich habe die gute Chantalle bei einer Faehrgesellschaft geparkt. Meinen Rucksack gepackt und mich dann mittels Boot in den National Park bringen lassen. Dort wurde ich dann mit einigen anderen an einem einsamen Strand, im nirgendwo ausgesetzt. Die gesamte Wanderung ist wohl fuer 3 oder mehr Tage gedacht. Da ich aber schon einige Wanderungen gemacht hatte und in guter Kondition war, habe ich mich entschlossen das Ganze in zwei Tagen zu machen. Im Nachhinein betrachtet, haette ich doch 3 Tage machen sollen. Die Umgebung ist wirklich sehr schoen und ich konnte nur wenig halt machen. Man muss sich vorstellen, dass der gesamte Weg in unmittelbarer naehe vom Meer stattfindet. Demnach laeuft man viel an einsamen und wunderschoenen Straenden entlang. Einige passagen sind auch Gezeiten abhaengig, was meinen Zeitplan stark beeinflusste. Im Anhang ist ein Bild von einer Gezeiten-passage, sowohl bei Flut als auch bei Ebbe zu finden. Trotz meiner Groesse, reichte mir das Wasser immer noch bis zur Taille und die Überquerung dauerte gute 40 Minuten.

Am Abend schlug ich mein Lager direkt am Strand auf. Ich lernte zwei Iraker und einen Australier kennen und wir verbrachten ein paar geschichtenreiche Stunden am Lagerfeuer. Mitten in der Nacht wurde ich von Wellen Geräuschen wach. Ich drehte mich zum Meer und musste mit erschrecken festellen, dass die Brandung nur einen guten Meter von mir entfernt war. Man lernt halt nie aus…

Nachdem ich meine Wanderung dann am zweiten Tag erfolgreich abgeschlossen hatte. Habe ich mich auf den Weg zum noerdlichsten Punkt der Suedinsel gemacht. Dort gab es ein Kap, die reinsten Frischwasserquellen der Welt und riesige Sandduenen zu begutachten.
Im Anschluss verbrachte ich einige schoene Tage in Nelson, sowie Blenheim. Dort habe ich mich mit alten Freunden wieder getroffen und wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht.

Am 8. April war es dann soweit, ich musste (womoeglich fuer immer) Abschied von der suedinsel nehmen. Demnach machte ich mich am fruehen Morgen auf den Weg zur Faehre.

Der naechste Bericht beinhaltet dann die Reise auf der Nordinsel.

Bilder
1. Icke mit Fisch
2. Regenbogen + Bachforelle
3. Fox Gletscher
4. Eierkuchenfelsen
5. Eierkuchenfelsen 2
6. Seeroben
7. Able Tasman absetzpunkt
8. Able Tasman National Park
9. Passage bei Flut
10. Passage bei Ebbe
11. Man sieht die Wasserhoehe trotz Ebbe
12. Komische Enten
13. riesen Muschel
14. Mein Nachtlager am Strand, an den angespuehlten Holz sieht man wie nah das Wasser kommt.
15. Nordkap der Suedinsel
16. Sanduenen
17. Sanduenen 2
18. Chantalle ganz sauber

Advertisements




Der Maerzbericht

24 03 2010

Hallo zusammen,

mir geht es gut und ich lebe noch. Ich hatte in letzter Zeit einige Probleme, die mich am Blog schreiben hinderten. Angefangen hat alles vor ca. 3 Wochen, dummerweise ist mir mein Laptop heruntergefallen und das Display hat es leider nicht überstanden. Demnach ist auch der alte Beitrag nicht mehr vorhanden. Nachdem ich mir ein Angebot für eine Reparatur habe machen lassen, habe ich mich für einen neuen Laptop entschiedenen. Allein das Display sollte 400 Euro kosten und ich habe hier einen Rechner für 390 Euro gesehen. Demnach viel mir die Entscheidung relativ leicht. Wobei ich meinen kleinen geliebten Laptop doch sehr vermisse.

Wie dem auch sei, nachdem ich den neuen Rechner hatte befand ich mich auf Reisen und hatte kaum Empfang oder Zeit. Aus diesem Grund haben mich auch einige meiner Freunde schon für verblichen gehalten. Vielen Dank für die Anteilnahme aber ihr könnt meine Güter und Besitztümer noch nicht unter euch aufteilen!

Genug dahin geredet, nun kommt es hart auf hart. Ich werde mal versuchen die letzten Wochen Zusammenzufassen und das Ganze mit schönen Bildern zu unterlegen.

Die letzten Tage auf der Farm

Ich habe die Zeit wirklich sehr genossen, auch wenn die Tage langsam immer kürzer und kälter wurden. Die Bauern wollten mich nicht gesehen lassen und machten dauernd Witze, dass ich nicht gehen kann. Josh, der Sohn von Tim Button sollte während des Essens immer rüber in mein Haus schleichen um meinem Pass zu klauen. Demnach denke ich, dass sie mich gerne da behalten wollten. Mein Gehalt wurde auch direkt verdoppelt, allerdings war es mir einfach zu viel Arbeit und ich wollte mir auch mal das Land anzuschauen. Aus diesem Grund, habe ich mich dann doch entschieden zu gehen und habe mich von allen Verabschiedet. Am frühen Samstagmorgen wollte ich dann mein Ross (Chantalle) satteln und in die weite reiten (fahren). Allerdings hatte ich am Vorabend mal wieder eine dumme Idee und habe in meinen Vorräten einen leicht angeschimmelten Maiskolben gefunden. Da ich nur ungern Essen wegwerfe, habe ich mich in alkoholisierten Zustand, dazu entschieden ihn zu Essen. Die Wirkung war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. Wenige Stunden später hatte ich bereits starkes Fieber, Halluzinationen und Schüttelfrost. Am nächsten Morgen begruesste mich mein Magen und Darm mit einer freundlichen Entleerung, welche dann auch den ganzen Tag ausgeführt werden wollten. Aus diesem Grund hat sich meine Abreise ein paar Tage verzögert und ich bin wieder einmal ein wenig klüger geworden.

Christchurch

Meine Reise führte mich in die Weltmetropole Christchurch. Dort wollte ich mich mit ein paar Leuten treffen und meinen Laptop reparieren lassen. Die Laptop Geschichte hatte ich bereits angesprochen und es ist am Ende ja ein neuer geworden. Von den Leuten waren „leider“ nur noch zwei anwesend, da ich ja ein paar Tage verspätet eingetroffen bin. Glücklicherweise handelte es sich bei den Leuten um zwei sehr nette Damen. Nachdem ich mich telefonisch mit ihnen in Verbindung setzte, wurde ich auch direkt zum Essen eingeladen. Ich wusste nicht wirklich was mich erwartete aber machte mich mit knurrendem Magen auf dem Weg. Ich musste durch die halbe Stadt fahren und das ganze zog sich in die die Länge, da gerade ein gut besuchtes Rugby spiel sein Ende fand. Nachdem ich bei der mir genannten Adresse angekommen war, stellte sich heraus, dass die zwei Mädels bei einer Neuseeländischen Familie untergekommen waren. Nett, wie hier fast alle sind, wurde ich beim Essen auch direkt gefragt ob ich ein Bett für die Nacht bräuchte. Im Anschluss begaben wir uns noch, in Begleitung von zwei Söhnen der Familie, in eine anrüchige Bar im Stadtzentrum.

Den folgenden Tag habe ich mit den zwei Damen in der Stadt verbracht und am frühen Nachmittag habe ich mich auf die Reise Richtung Mount Cook gemacht. Welcher mit 3800 Metern der höchste Berg Neuseelands ist.

Mt Cook

Wunderschön und mit unseren Alpen vergleichbar. Mit diesen wenigen Worten, kann man es eigentlich zusammenfassen. Ich persönlich fühle mich sehr wohl im Gebirge und aus diesem Grund haben mir auch die Tage dort sehr gut getan. Mein Plan bestand eigentlich darin, den 3800 Meter hohen Berg zu bezwingen. Allerdings hatte ich da wohl den Mund ein wenig zu voll genommen. Auch meine Internet Recherchen erwiesen sich als falsch.

Quasi am Fuße des Berges, auf 700 Höhenmetern liegt ein kleines Dorf, mit dem Namen: „Mount Cook Village“ (zu Deutsch „Mount Cook Dorf“, was für ein Zufall habe ich mir in diesem Moment gedacht). Ich bin mir nicht sicher, ob es einen Platz in den Alpen gibt, wo mehrere 3000er ein 700 Meter Tal umgeben. Es ist ein sehr faszinierender Anblick, den ich hoffentlich in einigen Bildern festhalten konnte. Wie in fast jedem Ort gibt es hier in Neuseeland eine Touristeninformation (Dort arbeiten immer sehr hilfreiche und freundliche Menschen, die einem mit allem Problemen und Sorgen weiter helfen. Zur Not kann man sich hier auch mit Hand und Fuß verständigen, das Personal ist da schon sehr abgehärtet), zu welcher ich mich direkt begeben habe. Dort äußerte ich meine Mt Cook besteigungswünsche, welche mit einem freundlichen laecheln beantwortet wurden. Dann erhielt ich eine Broschüre, über Wanderungen (dabei liegt die Betonung auf eher auf Rollstuhlwanderungen) in der Region. Desweiteren wurde mir von einer Besteigung abgeraten und ich wurde in aller Ruhe meiner Frustration überlassen.

Rollstuhlwanderungen

Gleich zu Beginn, ich möchte keine Rollstuhlfahrer diskriminieren aber ich, für meinen Teil habe noch zwei gesunde Beine, die sich gerne über Stock und Stein bewegen. Dazu noch etwas Zusatzinformation; Mt Cook Village wird täglich von mehren hundert Busen angesteuert und von kleinen Fototalentierten Chinesen über Inder, Amerikaner und Preußen ist eigentliche jede Nationalität in rauen Massen vorhanden. Aus diesem Grund wurden Wanderwege im Stile deutscher Autobahnen ausgehoben und planiert. Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, Wanderungen von 5 Minuten bis 2 Stunden zu unternehmen. Mir gefielen daran weder die Menschenmassen noch die Wanderlängen. Aus diesem Grund habe ich mich wieder zur Touristeninformation gemacht und um Anspruch gebeten. Daraufhin musste ich über meine Erfahrungen berichten und mir wurde auch die eine oder andere Frage gestellt. Im Anschluss berichtete mir der nette Herr, das öfter mal ein paar Flip Flop träger vom Berg fallen oder Menschen in kurzen Hosen und T-Shirt vor dem erfrieren gerettet werden müssen.

(Zusatzinfo: Als ich dort war, hatten wir noch Sommer und ich habe dort von Hagel, Regen, Schnee bis hin zu strahlend blauen Himmel alles erlebt.)

Das ganze Flip Flop und erfrieren Gerede empfand ich als sehr belustigend aber nicht wirklich verwunderlich. Touristen hab ich mir nur gedacht =D Dabei bin ich ja selber einer… Wie dem auch sei, nachdem alles geklärt war, holte der Herr eine Karte und zeigte mir 3 Tagestouren auf 2500er Gipfel. Allerdings ohne gemachte Wege und mit kleinen Klettereinlagen. Da ich das Ganze aus sicherheitstechnischen Gründen nicht allein unternehmen wollte habe ich mich in ein Hostel begeben um Menschen zu bekehren. ;-D Dort habe ich unter anderem eine Gruppe kennengelernt, die am Mt Cook für dem Mt Everest trainieren Die wollte mich sogar mitnehmen, allerdings haette mich der Spass 2.600 Euro gekostet und aus diesem Grund habe ich dankend abgelehnt. Ich konnte dann auch noch einen Juergen vom Bodensee für meine Unternehmungen gewinnen und habe es ihm sogar als seine eigenen Ideen verkauft. Leider weiß ich nichtmehr wie ich das angestellt habe, allerdings beinhaltete es Bier und Whisky.

Die folgenden drei Tage befangen wir uns auf 8 stuendigen Tagestouren, welche wirklich sehr anstrengend waren. Bilder davon werde ich wie immer im Anhang beifügen. Auf die Touren selber möchte ich nicht weiter eingehen, da das den Blog aufs äußerste dehnen würde.

Queenstown

Wem hier langweilig wird der ist selber schuld! Mit diesen Worten möchte ich die Stadt Queenstown vorstellen. Nachdem ich meine herrlichen Bergerlebnisse hinter mir gelassen habe, hat es mich in diese jungendlich frische Stadt gezogen. Sehr schön, an einem See und zwischen Bergen liegt diese Party Metropole. Eigentlich wollte ich hier nur einen Tag bleiben, allerdings sind dann doch vier daraus geworden. Viele junge Menschen, Strand, Clubs und unzählige Freizeitaktivitäten bilden die Basis dieser Stadt. Ich hatte meinen Spaß und würde gerne noch einmal dorthin zurück.

Te Anau

Meine nächste Anlaufstelle, war die kleine Stadt Te Anau. Diese stellt den Ausgangspunkt für Unternehmungen in Neuseelands Fjordland dar. Ich selbst bereitete mich hier für eine mehrtägige Wanderung durch das Fjordland vor. Es gibt, über ganz Neuseeland verteilt Mehrtages Touren. Die schönsten befinden sich im Fjordland und aus diesem Grund habe ich mich auch für einen hiesigen entschieden. Der so genannte „Kepler Track“ ist eine fünf Tages Tour, welcher sich durch Urwald und über voralpinen Bereichen erstreckt. Hierbei ist es einem selbst überlassen, ob man in Hütten oder einem Zelt übernachtet. Wie meistens habe ich den Mund mal wieder sehr voll genommen und mich für die Zelt Variante entschieden. Zelt, Isomatte, Kocher, Geschirr, Nahrung, Wechsel- und Regensachen in den Rucksack und ab ging es in die Wildnis. Die Tour ist eine Rundstrecke und hat eine Gesamtlänge von 63 Kilometern, die sehr sehr sehr viele Hoehenmeter beinhalten. Auf der Strecke gibt es vier Hütten und zwei Campingplätze (wobei das Wort „Platz“ in diesem Zusammenhang nichts zu suchen hat. Plätzchen würde es eher treffen. Einigen wir uns also auf Campingplätzchen). Demnach wird man beim reinen Zelten dazu gezwungen den Track nicht in fünf, sondern in 3 Tagen zu absolvieren (ergibt sich aus vorhergehenden Satz „vier Hütten und zwei Campingplätze“). Leider hatte ich nur am ersten Tag Glück mit dem Wetter. Dieser beinhaltete auch kaum Höhenmeter und endete am Rand des Urwalds an einem wunderschönen Strand. Dort habe ich mein Zelt aufgebaut und wurde von einem anderen Camper über blutdurstige Insekten und verfresse Mäuse informiert. Zum Glück hatte ich Insektenschutz dabei, sonst wäre ich genauso zerstochen geendet wie der arme Informand. Ich konnte in Ruhe mein Abendbrot bei einem wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Leider habe ich die Sonne dann auch erst ein paar Tage später wieder gesehen. In der Nacht wurde ich von Mäusen geweckt die um und auf meinem Zelt umherjagten, in diesem Moment war ich sehr froh vorher von der Plage gehört zu haben. Anderenfalls hätte ich sicher Angst bekommen das mich wilde Tiere überfallen. So konnte ich nach ein paar lautstarken Schreien wieder schön weiter schlafen.

Der Folgetag startete bewölkt und ging steil von 0 auf 1400 Höhenmeter. Oben erwartete mich eine Hütte in der ich mein Mittag zu mir nahm. Dort lernte ich auch nette Leute kennen, mit denen ich einen kurzen Ausflug zu einer Höhle machte. Im Anschluss musste ich mich wieder auf den Weg machen, da mein Zeltplatz noch weiter 15 Kilometer entfernt war. Leider fing es an sehr stark zu regnen und zu winden. Da der ganze Weg auf einem Kam entlang führte, wurde ich auch das eine oder andere mal fast herunter gepustet. (Wetterbericht war im Übrigen 3 Tage Sonnenschein, als ich wieder zurück war hab ich nochmal nachgefragt und es wurde in Sturmwarnung mit Hangel und Boehen bis 100 km/h geändert. Vielen Dank nochmal an die Wetterdienst Pappnasen!!) Am frühen Abend musste ich nur noch in ein Tal Absteigen, mein Zelt aufbauen und panisch feststellen, dass ich keinen Handy empfang hatte. Mein Vater hatte an diesem Tag Geburtstag. Ich hatte vorher extra gefragt ob ich Empfang hätte, das wurde in der Touristeninfo auch mit einem JAAAAAAA beantwortet. Ich bin dann schnell auf drei Berge gestiefelt und musste feststellen, dass JAAAAAA nicht immer Empfang bedeutet. Ich bin dann völlig erschöpft ins Bett um früh panisch in die Zivilisation zu rennen. Leider habe ich es aber nicht mehr rechtzeitig geschafft und somit konnte ich meinem Dad erst verspätet Gratulieren. Tut mir wirklich leid, passiert mir aber unter Umständen wie diesen sicher wieder. Am Ende habe ich 48 Stunden für die ganze Tour gebraucht. Zusammenfassend wirklich wunderschön aber eventuell doch eher eine vier oder fünf Tages Tour.

Milford Sound

Im nördlichen Fjordland befindet sich ein großer Fjord, der von hohen Bergen und zahlreichen Wasserfällen umgeben wird. Ich hatte mich entschlossen, diesen Fjord per Seekanu zu bezwingen. Dazu habe ich mich eine Tour in Te Anau gebucht. Begin war sehr früh an einem Samstagmorgen. Die gesamte Umgebung erinnert sehr stark an Norwegen, allerdings ist es um einiges beeindruckender. Ich habe mehrere, über 100 Meter hohe Wasserfälle gesehen. Allerdings wirken diese, im Vergleich zu den riesigen Bergen, sehr klein. Der Tag war sehr schön, ich habe nette neue Leute kennengelernt und habe es wirklich sehr genossen. Das Ganze dann in Bildern am Ende.

Das hier und jetzt

Ich habe vor einer Woche beschlossen, den Bauern einen Besuch abzustatten. Eigentlich wollte ich wirklich nur vorbei schauen, aber alle haben sich so gefreut und ich wurde gebeten ein paar Tage zu bleiben. Wir haben eine Menge unternommen und ich war viel Fischen. Habe auch vier große Forellen gefangen. Dann waren wir auf der Auster und Muschel und Flusskrebs jagt. Zusammenfassend hatte ich ein paar sehr schöne Tage und habe mich fast wie Zuhause gefühlt. Ich glaube ich habe hier unten gute Freunde gefunden, die mich auch besuchen wollen. Heute werde ich allerdings abreisen, auch wenn der Bauer mich eben gefragt hat ob ich nicht bis morgen bleiben möchte. Es muss weiter gehen, es gibt noch eine Menge zu sehen.

USA

Ich habe gestern mit meiner Gastfamilie aus den USA gesprochen. Sie würden sich freuen, wenn ich im Juni komme. Da Roy, der Gastvater, schon einige Angeltrips für mich vorbereitet hat. Juni, passt mir persönlich eigentlich nicht so gut. Allerdings kann ich beim Angeln immer nicht nein sagen. Ich schaue mal was ich machen kann und halte euch auf dem Laufenden.

Bilder

1. Selbstgebackenes Brot, lecker lecker!
2. Schafscheren auf Geschwindigkeit, die armen Dinger haben fast alle geblutet.
3. Seelöwe, hat angst vor mir und rennt panisch ins Wasser
4. Ureinwohner Tanz in Christchurch
5. Gletschersee mit Mt Cook im Hintergrund, man sieht einen Teil eines riesigen Tales, dass einst ein riesiger Gletscher war
6. Mt Cook und Mt Cook Village
7. Mt Cook
8. “kleiner” Gletschersee mit Eisbergen, wirken klein, sind aber riesig
9. Jeti
10. Alpines Dixiklo
11. Campingplatz, naehe Queenstown
12. Queenstown
13. Queenstown
14. Zelten am Strand
15. Hoehle auf dem Kepler Track
16. Urwald Kepler Track
17. Nochmal Urwald
18. Milford Sound, im linken Fjord sieht man zwei Wasserfaelle (ganz klein) sind beide ueber 150 Meter hoch
19. Das ist einer von beiden Wasserfaellen, 167 Meter hoch und somit hoeher als die Niagarafaelle
20. Das Arbeitsgeraet, aufgenommen zur Pinkelpause
21. Milford Sound bei Ebbe
22. Gluehwuermchen, in einer Hoehle
23. Suendlichster Punkt Neuseelands, es war kalt und Windig, man ist naeher am Suedpol als am Aequator (zitter)





Malochen

18 02 2010

Nun ist die Zeit gekommen, die letzten Wochen in ein paar Worten zusammen zu fassen! Leider finde ich kaum Zeit neben der Arbeit. Viel mehr als Aufstehen, Arbeiten, Essen und wieder ins Bett gehen ist derzeit nicht drin. Ich geb ja zu, ab und an mal fange ich gerne den ein oder anderen Fisch oder ich begebe mich auf Party. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Wie dem auch sei, ich möchte mir heute die Zeit nehmen und meine Erlebnisse zusammenfassen. Ich glaube es ist so einiges neben der Arbeit passiert.

Zuerst einmal ein kleines Rätsel, dass ich aus meinen neu gewonnenen Kuhkenntnissen zusammengestellt habe! Was haben dauerkranke, alte, böse, und Kühe mit Penisbruch (ja das gibt es auch bei Kühen) gemeinsam? Richtig, der Mc Donalds Truck kommt und befördert sie ins Jenseits.

Wochenende Frei (Besuch in Ashbourton)

Eigentlich wollte ich vor drei Wochen zu einem Kiwi Freund fahren. Er heißt Thomas und ich habe ihn zusammen mit Martin auf unserer kleinen Europatour (in der Tschechischen Republik) kennengelernt. Ich wurde von ihm eingeladen und er wollte mit Christchurch zeigen. Dafür hätte ich nach getaner Arbeit aber 500 km fahren müssen und nach 100 km hatte ich Sekundenschlaf. Deshalb legte ich eine Pause ein. Glücklicherweise habe ich ja immer ein Bett dabei. Leider habe ich zu lang geschlafen und es hätte keinen Sinn mehr gemacht weiter zu fahren. Deshalb habe ich einen Blick auf die schone Stadt Dunedin geworfen.

Im Anschluss habe ich mich auf den Rückweg gemacht und bin dabei eine sehr schöne Straße am Meer entlang gefahren. Dabei bin ich auf eine Horde Kühe gestoßen und ich und Chantale mussten warten bis sie die Straße überquert hatten (dazu auch ein Bild im Anhang). Nach einer Weile sah ich einen Leuchtrum in der Ferne auftauchen und diesen wollte ich dann auch unbedingt sehen. Auf dem Weg dorthin, tauchte ein Schild mit Achtung Pinguine auf. Also schnell angehalten, aus dem Auto gesprungen und ins Gebüsch gehüpft. Tatsaechlich kam auch gerade ein kleiner Racker aus dem Wasser gewatschelt und ich habe zwei Fotos von ihm gemacht. Leider war ich sehr weit weg. Deshalb sind die Fotos auch nicht so toll. Das ganze sollte sich allerdings nicht als meine letzte Begegnung mit Pinguinen herausstellen (Dazu später mehr).

Auf dieses Hoch, habe ich mich weiter auf den Weg zum Leuchtturm gemacht. Das Auto habe ich stehen gelassen und bin ca. 30 Minuten zu Fuß gelaufen. Wenn man sich das Bild im Anhang anschaut, sieht man auch den Nutzen dieses Helfers der Seeleute. Unterhalb befinden sich einige bösartige Klippen, die schon das ein oder andere Schiff zum Untergang überredet haben sollen. Auf meinem Rückweg zum Auto habe ich unterhalb des Wegs ein paar Roben entdeckt. Es ging sehr Steil herab aber sie waren soweit weg und deshalb bin ich die Klippen herunter gestiegen. Zu meiner Enttäuschung, habe ich aufgrund der Lichtverhältnisse, keine vernünftigen Bilder aus dieser Aktion ergattert. Dafür bin ich beim Absteigen aber mehrfach ausgerutscht und sogar einmal mit dem Hintern auf einer Distel zum stehen gekommen. Hat sich also trotzdem gelohnt…

Im Anschluss war ich noch Angeln und habe meine erste Forelle hier gefangen. Sie war relativ klein, dafür aber sehr schmackhaft und eine perfekte ein man Portion. Dazu hatte ich Toast (ich hasse Toast), einen Salat (Tomaten, Feta, Käse, Eier, Paprika) und ein Bier. Wobei man das Wasser hier nicht wirklich Bier nennen kann.

Wasserfälle

Am Folgetag habe ich deftig ausgeschlafen und wurde von einem Entsetzten Bauern gegen 11 Uhr geweckt. Ich dachte erst ich hätte verschlafen. Er konnte mich aber beruhigen und wollte mir nur Speck vorbei bringen. Diesen habe ich mir dann mit ein paar Eiern gebraten und mich dann auf den Weg auf eine wunderschöne Wanderung gemacht. Diese ging durch richtigen Urwald und beinhaltete mehrere Wasserfälle. Leider habe ich zu wenig Erfahrung mit dem Ablichten von Wasserfällen und ein Stativ habe ich auch nicht. Es sind aber doch ein paar gute Bilder dabei entstanden. Dazu möchte ich nun auch nicht viel mehr sagen. Die Bilder sprechen glaube ich für sich. Es war eine der schönsten Wanderungen meines Lebens.

Abfallausstellung

Nach der Wanderung bin ich in einen Ort südlich von Balclutha gefahren. Dort gibt es eine Art Abfall Ausstellung, die von einem durch geknallten Man stetig erweitert wird. Das Ganze ist total faszinierend und allein schon deswegen würde sich eine Reise in die Region lohnen. Zu den Ausstellungsstücken, zählen diverse Wirre Konstruktionen, die alle sehr lustig anzuschauen sind. Allerdings kann man sie nicht nur anschauen, sondern auch benutzen. So gibt es dort beispielsweise eine Orgel, welche auf jeder Taste ein anderes Geräusch erzeugt. Wobei das mit den Geräuschen natürlich nichts Besonderes ist aber in diesem Fall werden sie durch eine Vielzahl von angeschlossenen Geräten erzeugt. Eine Taste starten Beispielsweise einen Rasierer und eine andere eine Radio oder andere Dinge die dem Müll Entspringen. Es gab noch viele andere tolle Dinge, dass würde allerdings den Rahmen des Blogs sprengen.

Benzin

Leider habe ich bei all dem schönen Wandern und der Ausstellung nicht auf mein Benzin geachtet. Ganz im Süden sind Tankstellen auch eher eine Seltenheit. Beim Starten meines Autos begrüßte mich eine rote bitte Tanken anzeige und die nächste Tankstelle war 45 km weit weg. Das machte mich alles leicht panisch und ich beschloss mich erstmal beim Angeln zu beruhigen. Am Ende schafte ich es dann ohne Fisch aber mit weniger als einem Liter im Tank zur Tankstelle. Ich konnte exakt 49,4 Liter Tanken, wobei Chantal nur einen 50 Liter Tank ihr Eigen nennt. Glück gehabt, ich habe danach drueber nachgedacht mir einen Kanister zu kaufen, dabei ist es aber auch geblieben.

Soviel erst einmal von mir, im nächsten Teil geht es um Rodeos, Show Kühe, Traktor pulling und arme Schafe. Teil zwei folgt in ein paar Tagen, damit es nicht zu viel auf einmal zu lesen gibt.

Fotos

1: Chantal muss auf die Kuehe warten
2: Leuchtturm in Sicht
3: Lustiger gefiederter Artgenosse
4 & 5: Pinguin Alarm
6: Da wohnen die Pinguine, schickes Wohnzimmer!
7 & 8: Beim Leuchtrum
9: Robben
10-18: Wasserfaelle und Urwald
19-21: Abfallausstellung (Bild 20 ist die Orgel)





Von Blenheim nach Balclutha in 9 Stunden

28 01 2010

Zeit mir Zeit zu nehmen, die letzten Tage zusammen zu fassen. Es ist grad Mittag und da wir heute sehr schnell gearbeitet haben wurde meine Mittagspause auf 3 Stunden verlängert. Herrlich, endlich keine
Sklavenarbeit mehr!

Die letzten Tage in Blödheim aehm Blenheim

Die letzten Tage verliefen eher linear, bis auf einen Ausflug durch die Weingute der Gegend. Einige Leute aus dem Hostel und ich fuhren von Weingut zu Weingut und verkosteten dort lecker Wein. Leider werden in der Region fast nur Weißweine angebaut und das ist nun gar nicht mein Geschmack. Rotweine gab es nur sehr leichte, die nannten sich Pino Noir, diesen verkostete ich in rauen Mengen. Glücklicherweise habe ich einen Fahrer gefunden der mein Auto nach dem ersten Weingut übernahm und so konnte ich mich voll und ganz der Verkostung hingeben. Die Tour ging ca. 4 Stunden und am Ende waren wir auch alle gut betrunken. Mir war es am Anfang ein bisschen Peinlich aber es schein hier ganz normal zu sein und wir hatten nette Gespräche mit den Weinbauern. Diese haben sich sogar für unsere Arbeit auf den Weinguten bedankt und kräftig nachgeschenkt…

Am selben Abend hatten wir im Hostel noch einen Umtrunk und ich habe mich von allen mir liebgewonnenen verabschiedet. Am nächsten Morgen bin ich 5 Uhr aufgestanden und habe meine 800 km lange Tour Richtung Balclutha angetreten.

Balclutha und die Farm

Die Reise war recht unspektakulär, es gab zwar viel zu sehen aber ich habe nur einmal halt gemacht um zu tanken. Ich werde das auf meiner Rückreise alles mitnehmen. Chantalle hat die Reise gut mitgemacht und auch recht wenig Öl geschluckt. Thema Benzinpreise, ich kann hier für 32 Euro volltanken und das heißt 50 Liter. Das Suchen nach einer billigen Tankstelle kann man sich auch Sparren, da alle denselben Preis haben. Achja, ich tanke übrigens Super Bleifrei…

Auf der Farm angekommen war leider keiner zuhause. Also habe ich das Auto geparkt und einen kleinen Spaziergang über die Farm gemacht. Dabei habe ich mir die Ställe angeschaut. Dabei habe ich den Bauern fast zu Tode erschreckt, der nämlich grade in einem Stall am schaffen war. Ich musste sehr Lachen als er sein halbes Bier durch die Gegend schleuderte. Nach diesem kleinen Schreck hat er mir meine neue Bleibe gezeigt. Von der ich auch ein paar Fotos anhangen werde. Der Bauer heißt Tim Button, seine Frau Katy und die Kinder Lorna und Josh. Zu diesem Zeitpunkt waren und Katy Vater und seine Freundin sowie Katys Schwester und Joshs Schulfreund anwesend. Allerdings waren alle gerade Angeln und aus diesem Grund hatte ich niemanden Angetroffen. Eine Stunde später holte mich der kleine Josh mit einem 4 Wheeler zum Abendbrot ab und ich wurde allen vorgestellt. Es ist eine sehr nette Britische Familie die unter anderem auch viel Wert auf gute Erziehung und Bildung legt. Ich habe mich von der ersten Minute sehr wohl gefühlt und wurde nett aufgenommen.

Arbeit

Die Arbeit ist sehr angenehm, da ich sie mir quasi selber einteilen kann. Es steht nie jemand hinter mit und kontrolliert mich. Dadurch habe ich aber auch relativ viel Verantwortung und muss einiges selber entscheiden und gut aufpassen. Ich stehe gegen 4:30 auf und mach mich auf die Reise zu den Kühen, dass kann schon eine ganze Weile dauer, da die Farm 400 Hektar groß ist. Meine 420 mehr oder weniger kleinen Freunde machen sich dann auf den Weg zum Melkstall. Problematisch wird es nur wenn man die Zäune auf dem Weg nicht richtig eingestellt hat. Dann enden die Kühe sonst wo ab und man hat zu tun sie wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Das Kot Massaker

Zum Thema Zäune: Am zweiten Tag habe ich am Morgen noch halb geschlafen und einen Zaun nicht geschlossen. Dummerweise handelte es sich dabei um den Zugang zum Haus der Bauern. Gegen 4:40 ist es aber auch noch so dunkel das man immer nur das Ende der Herde sieht und 420 Kühe bilden eine relativ lange Schlange. Dazu muss ich sagen, man treibt die Kühe, dass heißt ich fahre hinter ihnen her damit sie sich beeilen. Weiter im Text, nach einer Weile kam eine Weggabelung; rechts zum Melkstall, links zum Haus der Bauern. Nun kann jeder zweimal Raten in welche Richtung die Herde gelaufen war. Vor lauter Freunde sind mir fast die Augen rausgefallen. Nun kann man aber auch nicht an der Herde vorbei fahren und demnach musste ich alle auf das Grundstück der Bauern treiben. Dabei wurde ich etwas Ungehalten und habe die Kühe, mit Worten die ich hier besser nicht erwähne, auch darauf hingewiesen. Diese haben sich von mir ungestört auf dem unwegsamen Gelände verteilt und genüsslich das Frische Gras gegessen. Daraufhin wurde ich noch ungehaltener, sprang vom meinem 4 Wheeler und rannte und schimpfte wie wild durch die Gegend. Leider neigen die vierbeinigen Zeitgenossen zur erhöhten Kotabgabe, wenn sie verängstigt sind. Nach 30 Minuten hatte ich alle wieder auf der Ausgangsstrasse. Nun wurde ich wieder entspannt und wollte die Kühe in Ruhe Richtung Melkstall treiben.

Als ich wieder an der Weggabelung angekommen war hatten die Kühe aber nicht den Weg zur Melkstall eingeschlagen, sondern wanderten in gemächlich zur Koppel zurück. AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!! Meine innere Ruhe legte sich schlagartig und wich einer Wut auf mich selber. Nach weiteren 20 Minuten waren die Kühe dann aber im Melkstall und wir konnten anfangen zu arbeiten. Ich war zwar vollkommen durchnässt und todmüde aber ich habe mich sehr beeilt um meinen Fehler wieder auszubügeln. Dazu muss ich noch sagen, dass die Bauern an diesem Tag nicht da waren und jemand anderes als Aushilfe dort war. Nachdem wir fertig waren mit Melken konnte ich mir das Ausmaß des Massakers anschauen. Alles war voll mit Kot, zuerst dachte ich, bisschen drueber gewischt und der Vorgarten sieht aus wie neu. Ich habe dann aber lieber Garnichts gemacht. Die 420 Kühe haben die Fußball wiese von Josh gemäht und gedüngt. Dummerweise braucht eine Auffahrt eher weniger Dünger und eine Einfahrt erst recht nicht.

Den restlichen Tag habe ich mich auf einen ordentlichen Anschiss vorbereitet, aber als die Bauern wieder kamen lachten sie nur und luden mich zum Abendbrot ein. Einmal darf mir das passieren, beim zweiten Mal gibt’s Ärger und beim dritten Mal… Er hat gesagt es gibt kein drittes Mal. Was auch immer das heißen mag.

Meine letzten Milchbauern

Ich wurde hier von Tim öfter daraufhin gewiesen langsam zu fahren mit meinem 4 Wheeler (Dazu muss ich sagen, dass ding ist wirklich stark Motorisiert und fährt gut und gern seit 100 km/h). Das Ganze hat mich sehr gewundert, da ich nie wirklich schnell gefahren bin und er das wirklich immer gesagt hat, wenn er mich gesehen hat. Neulich beim Melken haben wir über Alan gesprochen. Im Rahmen meiner Bewerbung habe ich Alans Telefonnummer angeben und Tim hat ihn tatsaechlich angerufen. In diesem Zusammenhang habe ich erfahren, dass sie sehr zufrieden mit mir wahren und zuerst nichts Negatives gesagt haben. Als Tim aber nachgehakt hat, sollen sie wohl gesagt haben, dass ich zu schnell 4-Wheeler fahre… So so diese Pappnasen! Das werde ich bei einem Besuch mal ansprechen. Von wegen zu schnell, PAH! 😉

Angeln

Neulich war ich Angeln. Herrlich, ich habe einen Fluss nur 5 Minuten Fußweg von meiner kleinen Hütte. In ihm gibt es Barsch, Forelle und derzeit auch Lachs. Nach zweimal auswerfen hatte ich einen Stattlichen Barsch von 40 cm. Da es schön spät war, habe ich direkt eingepackt und mir den Barsch bereitet. Es gibt einen wirklich tollen Weg frische Barsche zu filetieren.

Das habe ich dann auch gemacht und es funktionier vorzüglich. Ich hatte ein leckeres Abendbrot und habe dann auch sehr gut geschlafen. Leider hatte ich noch keine Zeit wieder Angeln zu gehen und wenn ich Zeit hatte, dann war leider Ebbe und demnach kaum Wasser im Fluss.

Bilder

1. Zeigt einen Ausblick auf das Städtchen Picton, ganz im Norden der Südinsel. Wunderschöne kleine Stadt. Das Bild vermittelt ein bisschen Karibikflair finde ich.
2.–6. Zeigen meine kleine Hütte in der Nähe von Balclutha.
7. Lecker Frühstück mit Bohnen und Rührei mit Tomaten und Zwiebeln auf Toast
8. Prämierte Kälber vor dem Melkstand
9. Ich mit Kalb vor dem Melkstand
10. Melkstand für 2 mal 40 Kühe
11. Für die Damen der Schöpfung ein paar Federkelchen
12. Blick vom Farmhaus auf meine kleine Hütte, eine alte Stallung in der Mitte und auf der rechten Seite ist der Melkstand zu sehen.
13. Ich vor dem Milchtank mit frisch gezapfter Milch. Der Tank wird täglich geleert und wir produzieren bis zu 10.000 Liter Milch am Tag.
14. Ich hatte meinen riesen Barsch sehr lieb!
Die letzten drei Bilder sind beim Angeln entstanden und zeigen einen Fluss bei Ebbe.





Wein, Wein und nochmals Wein

16 01 2010

Halli hallo,

Nach einer Woche Weingutarbeit ist nun wieder die Zeit gekommen ein paar Zeilen zu hinterlassen. Erlebt habe ich nicht wirklich viel aber in einer Woche kommt dann trotzdem so einiges zusammen. Vielen lieben Dank an meine Eltern, diese haben mir nämlich ein Weihnachtspaket geschickt. Neben lecker Schokolade und Wurst bin ich nun auch wieder im Besitz meiner geliebten Wanderstiefel und meines hochgelobten Schlafsacks. Nach dieser kleinen aber feinen Einleitung möchte ich nun direkt in den Hauptteil übergehen. Da ich fast nur am Arbeiten war wird dieser sich auch um selbiges Thema drehen.

Arbeiten auf dem Weingut

Eigentlich arbeite ich bzw. fast alle Backpacker hier nicht auf einem Weingut, sondern man arbeitet mal hier und mal dort. Mein vorgesetzter ist ein Einheimischer Maori und ist im Endeffekt auch nur ein kleiner Handlanger. Von den Besitzern des Weinguts bekommt man nicht viel zu sehen. Allerhöchstens einmal ihr pralles Anwesen mit Jachten und Swimmingpools.

Jeden morgen stehe ich 4:30 auf und bereite mir mein Frühstück (Toast mit Salami, Käse, Salat, Tomaten, Paprika und Ketchup + Senf), dass ich dann mit auf Arbeit nehme. Es ist nämlich Selbstversorgung angesagt aber mit meinen deluxe Sandwiches habe ich es noch geschafft jeden neidisch zu machen. Im Anschluss fahre ich ca. 10 Minuten zu einer Tankstelle, wo ich dann von einem Bus abgeholt werde. In diesem befinden sich dann schon die ganzen anderen Sklaven. Nach weiteren 15-20 Minuten befinden wir uns dann gemeinsam auf einem Weingut und müssen uns dort um die Reben kümmern. Kümmern heißt in diesem Zusammenhang, stutzen und eventuell höher hängen. Das Ganze ist reine Sklavenarbeit und total auf Backpacker ausgerichtet. Man bekommt Mindestlohn und die Chefs nehmen keine Rücksicht auf Wetter oder Befindlichkeit. Ich habe wohl noch eine der netteren Firmen erwischt und bin auch ganz zufrieden. Aus Erzählungen von anderen, habe ich erfahren dass sie nur angeschrien und mit Kündigung bedroht werden. Schade eigentlich dass mir sowas nicht passiert, denen hätte ich aber mal ein paar Wörtchen an den Kopf gehämmert. Wie dem auch sei, ich habe es eigentlich ganz gut erwischt. Allerdings kann man von dem Geld gerade so leben und aus diesem Grund werde ich vorerst wieder auf eine Farm ziehen. Dort ist nicht nur die Bezahlung besser sondern auch das Umfeld und die Arbeit.

Das Hostel

Ich wohne hier in einem kleinen sympathischen Hostel, dass sich Lemon Tree nennt. Es ist umgeben von 6 Zitronen Bäumen (daher auch der Name Lemon Tree) und liegt an der Hauptstraße in Bensheim. Als ich hier angekommen bin war ich sehr schockiert, da 90% deutsche in diesem Hostel untergebracht sind. Alles Sklaven der Weinindustrie, die sich hier ihre kleine deutsche Hochburg errichtet haben. Leider sprechen sie auch alle deutsch und darauf habe ich auch keine Lust mehr. Die meisten sind zwischen 18 und 20 und führen sich auf wie im Ferienlager, leider habe ich diese Dimension bereits durchbrochen und sehne mich nach höherem. Auch aus diesem Grund möchte ich Blenheim schnellstens verlassen. Am Wochenende ist das gesamte Hostel (ca. 40 Leute) in eine Bar gegangen und wir hatten viel Spaß. Allerdings habe ich mich recht schnell abgeseilt und mich mit ein paar einheimischen angefreundet. Später war ich dann auch noch auf einer großen Homeparty, zu der ich in der Bar eingeladen war. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt, was wohl auch damit zusammen hing, das kein deutschsprachiger in Sichtweite war!

Nelson

Am Montag hatten wir sehr viel Regen, da ich einen netten Arbeitgeber habe (ich sollte eher hatte sagen, da ich eben gekündigt habe), wurde nur eine Stunde gearbeitet und dann durften wir nach Hause. Um den Tag nicht sinnlos verstreichen zu lassen habe ich in meinem Reiseführer geschaut und festgestellt dass es hier nichts gibt. Die Worte „Man wird es in Blenheim nicht lange aushalten, wenn man nicht Arbeitet oder sich für Wein interessiert“ machten mir auch ein wenig Sorgen. Also haben wir beschlossen uns eine Nachbarstadt anzuschauen. Nelson liegt etwa 120 Kilometer gen Nordwesten und versprach Museen und eine schöne Innenstadt. Wir machten uns auf den Weg und uns erwartete eine kleine und langweilige Stadt. Das Museum war ganz interessant aber kein Vergleich zu denen die ich vorher besucht habe. Auf dem Rückweg hatte ich noch eine Begegnung der anderen Art. Als ich in eine Rechtskurve fuhr sah ich einen aufgelösten älteren Herren der wild mit dem Armen gestikulierte. Als ich anhielt, sah ich auch schon das übel. Neben der Straße ging es relativ steil bergab. Alles war mit hohem Gras bewachsen und nach 10 Metern ging es in Urwald über. Hinter dem Man war jedoch eine Schneise geschlagen die in etwa der breite eines Autos entsprach. Der man erzählte mir das er gesehen hat wie ein Auto ungebremst dort runter gefahren ist, dass jemand eingeklemmt ist und das ich Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen holen soll. Daraufhin zückte ich mein Handy aber hatte keinen Empfang und verstand dann auch warum ich Hilfe holen soll. Nach mir ewig vorkommenden Kilometern kam ich zu einem einzelnen Haus. Dort durfte ich nach kurzer Erklärung das Telefon benutzen um Hilfe zu verständigen. Mehr konnte ich auch nicht tun und ich war auch ganz froh, dass ich nicht als erster an der Unfallstelle angekommen bin…

Angeln

Ich gehe nach der Arbeit sehr viel Angeln und habe auch schon einige Fische gefangen. Leider habe ich noch keinen Fotografiert aber das werde ich sicher noch nachholen.

Bilder

Außer die letzten zwei sind alle in oder auf dem Weg nach Nelson entstanden. Eines zeigt auch einen Glasbläser, der in seiner offenen Werkstadt tolle Kunstwerke hergestellt hat. Die letzten beiden Fotos zeigen die allgemeine Umgebung hier. Alles ist voll mit Weinreben, ich glaube damit könnte man locker die ganze Welt versorgen. Mein Chef hat mir gesagt, dass man aus einer Pflanze 3 Flaschen Wein gewinnen kann. Wenn man sich nun mal überlegt, dass ich als einzelner Hansel ca. 2000 Pflanzen bearbeite; d.h. ich helfe am Tag der Erstellung von 6000 Flaschen Wein. Das ganze bringt mich zu dem Schluss „ICH HASSE WEIN!!!!!!!!“ aber er schmeckt ab und an trotzdem ganz gut!

Wie geht es weiter

Ich reise morgen Richtung Süden auf eine Milchfarm. Genauer gesagt geht es nach Balclutha, dass ist fast so Südlich wie es überhaupt geht. Dort möchte ich solange arbeiten bis ich einen IT Job gefunden habe. Ich habe mich bereits für einige beworben, die wollen aber nur ungern Backpacker, da man das Land ja wieder verlässt. Gewiss dem Fall man würde hier bleiben und das dem Arbeitgeber auch mitteilen, hätte man wohl bessere Chancen. Mit diesen Gedanken habe ich mich aber noch nicht befasst, was ich aber sicher tun sollte in nächster Zeit.





Ich kam, sah und machte keine Fotos von Mittelerde

8 01 2010

Hallo liebe Lesenden,

es wird einmal wieder zeit, die Feder zu schwingen und ein paar nette Zeilen meines Verbleibes zu hinterlassen. Ich habe mich durch Mittelerde begeben und arbeite nun auf einem Weinberg. Soviel zur Kurzfassung meiner letzten Tage. Der ungeübte Leser, kann sich an dieser Stelle dem letzten Abschnitt Widmen (Bilder). Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim ausführlichen Teil.

New Plymouth

Nachdem wir letzte Woche auf den Vulkan wollten und ich meine leicht bis mittel extreme Bauchverstimmung hatte, haben wir auf einem Parkplatz in der Innenstadt übernachtet (Kommentar an mich selbst; langer und chaotischer Satz). Am nächsten Morgen, habe ich mir aus meinem Campingstuhl und meinem Wasserspeicher eine provisorische Dusche gebastelt. Davon sind auch Bilder im Anhang zu finden. Im Anschluss haben wir lecker gefrühstückt und ich habe dann das Auto meiner Nachbarn mit Toastbrot bestück. Das ganze erfreute die Möwen aus der weiten Umgebung und wir hatten Bald eine wahre Flugrattenplage. Daraufhin einigten wir uns das Schlacht aeehh Moewenfelt zu verlassen und machten uns auf den Weg gen Süden. Nach einigen 100 Kilometern durchquerten wir Mittelerde. (Es heißt natürlich nicht wirklich so… Dort wurde nur der Film Herr der Ringe gedreht) Leider hatte ich keine Zeit für Fotos, da wir uns Plätze in einem Steakhaus in Wellington gebucht hatten und demnach rechtzeitig dort sein wollten. Ich werde aber nach Mittelerde zurück kehren und herrliche Fotos schießen um sie euch auf dem Tablett zu servieren. Achja, dass Steakhaus war vom feinsten und hat mich auch nur 45 Dollar gekostet (mit 2 großen Bier und einem riesen Steak mit Beilagen).

Wellington

Nachdem Steakhaus kam ich zu meinem Auto zurück. SCHECKKK ein Zettel in der Schreibe und ich Stand auch noch im Parkverbot. Ich ahnte das Schlimmste, da ich bewusst im Parkverbot „geparkt“ hatte. Auf dem Zettel Stand: Sie haben falsch geparkt und aus diesem Grund wurde eine Parkkralle nahelegt…. Bla bla bezahlen bla bla 120 $… Ich nur…. Wasssss 120 $?!!??! Drei Runden um das Auto gedreht und überlegt ob ich das Ding mit meinem Leatherman Toolkit ab basteln kann. Dabei und voller Frust habe ich gar nicht gemerkt, dass gar keine Parkkralle angelegt war. Glücklicherweise wurde ich der dritten Runde in meiner Rage gestoppt und freundlich darauf hingewiesen. In diesem Moment fiel mir nicht nur ein Stein vom Herzen sondern ich wurde auch noch zum Gespött meiner Mitreisenden. Danach ging es ab ins Auto und an einen abgelegenen Parkplatz. Dort machte ich eine lehrreiche Entdeckung. Es war sehr Windig und ich meine wirklich sehr sehr. Das Auto hat sogar hin und her gewackelt und man konnte Meter weit mit dem Wind pinkeln. Wie dem auch sei, es ist nicht immer wirklich Klug mit dem Wind zu pinkeln. Lasst es euch gesagt sein, kaum kommt die Falsche Boehe… aber wie dem auch sei. Ich wechsel lieber das Thema auf den nächsten Morgen.

Nach dem Aufwachen erwartete mich eine wunderschöne Langschaft. Diese hatte ich aufgrund des Sturmes und der Dunkelheit nicht gesehen (Im Anhang sind auch Bilder davon). Im gleichen Atemzug entdeckte ich auf den Flughafen, wir standen genau in der Einflugschneise und in diesem Augenblick schoss ein Flugzeug über uns hinweg. Das zeigt auch wie stark der Sturm war, denn ich habe nicht ein Flugzeug bemerkt, bis zu diesem Augenblick. Den restlichen Tag habe ich mir die Stadt angeschaut und zwei Musen besucht, welche auch wirklich sehr empfehlenswert sind.

Die Fähre

Im Anschluss bin ich zeitig ins Bett gegangen, da meine Fähre auf die Südinsel um 3 Uhr in der Morgenröte ablegen sollte. Die Aussicht soll wohl sehr schön sein und ich dachte mir dass ich schöne Fotos beim Sonnenaufgang machen könnte. Wie das kleine Wort sollte aber schon andeutet, ist aus dieser Aktion nichts geworden. Auf die Fähre habe ich es noch anstandslos geschafft. Leider sind mir dann die Lichte ausgegangen und ich wurde 4 Stunden später freundlich geweckt und gebeten mein Auto zu entfernen. Als ich mich zu meinem Kraftfahrzeug begeben hatte war auch kein anderes mehr da und die Fährleute warteten auch nur auf mich. Schließlich sollten wieder neue Autos drauf und da war meines ein bisschen im Weg.

Blenheim

Am selben Tag habe ich mir in Blenheim, was einem Winzerort entspricht, noch Arbeit und eine Unterkunft besorgt. Ich Wohne in meinem Auto an einem kleines Hostel und kann dort alle Lokalitäten mitbenutzen. Arbeiten tue ich auf einem Winzergut und muss dort die Reben hochheben. Da diese noch im Wachstum sind wollen sie von zeit zu Zeit gestreckt und gepflegt werden und genau diesen Teil übernehme ich.. Recht eintönig und langweilig aber es bezahlt die Rechnungen! Wie der Engländer immer so schön zu sagen pflegt.





Frohes Neues!

3 01 2010

Es wird mal wieder Zeit ein paar Worte zu verlieren. Erst einmal hoffe ich aber dass ihr alle gut reingerutscht seid und feucht fröhlich gefeiert habt. Natürlich sollen auch alle eure Wünsche und Vorstellungen für das kommende Jahr in Erfüllung gehen.

Auszug

Ich habe mich zwei Tage vor Neujahr von meinen Bauern verabschiedet und mein Auto beladen. Ich darf jeder Zeit wieder kommen und dort auch einfach nur übernachten. Im Anschluss habe ich mich auf den Weg nach Auckland gemacht, um dort ein wenig einzukaufen. Außerdem habe ich mich im Anschluss mit zwei Freunden getroffen. Am frühen Abend wollten wir Angeln gehen und sind an die Westküste gefahren. Am Muriwai Beach angekommen, erwarteten uns 3 Meter Wellen, Sturm und fliegender Sand. Herrliches Angelwetter! Leider wurden es schon dunkel und wir beschlossen dort zu bleiben. Aufgrund des Windes haben wir uns auch nicht gekocht, sondern sind auf Sandwiches umgesprungen.

Silvester

Am folgenden Tag machten wir uns auf den Weg nach Taupo. Einer etwas größeren Stadt, gelegen in der Mitte der Nordinsel. Zu mindestens dachte ich das, bis wir kurz vor Taupo in einen Naturpark abgebogen sind. Nach weiteren 3 Stunden Fahrt (an dem Tag sind wir 800 Kilometer gefahren) sind wir auf einem verlassenen Zeltplatz, im nirgendwo angekommen. Kein Handy Empfang, dafür aber 6 weitere Freunde… Prima, dachte ich mir. Drei Wochen in der Pampa verbracht, da kann man Silvester auch im nirgendwo feiern! War aber trotzdem ganz nett und wir hatten viel Spaß. Aufgrund der erhöhten Befeuchtung mit alkoholischen Flüssigkeiten, sind keine Fotos an diesem Abend entstanden.

Chantale ist Krank

Chantal isst Öl! Um genauer zu sein 2 Liter auf 1000 Kilometer. Hoffentlich wird die Reparatur nicht zu teuer. Achso, Chantal habe ich mein Auto getauft. Nachdem die anderen alle einen Namen hatten, wollte ich dem natürlich nicht nachstehen! Ich war gestern auch Krank und habe den halben Tag auf der Toilette verbracht. Im Moment bin ich in New Plymouth, das am Fuße eines großen Vulkans liegt. Gestern sind wir ein Stück hinauf gefahren und wollten ihn eigentlich erklimmen. Leider braucht man aber Steigeisen und ich hab dummerweise meine Bergstiefel noch nicht. Naja, so wie ich mich gestern gefühlt hab hätte ich das sowieso nicht machen können.

Wie geht es weiter

Ich habe ein Jobangebot auf der Südinsel. Kann mich aber nicht so richtig entscheiden ob ich es annehmen möchte. Es ist wieder mal eine Rinderfarm und ich müsste jeden Tag 5:30 Aufstehen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich nicht genug Kühe gemolken habe.

Bilder

Beim ersten Bild handelt es sich um die besagten 3 Meter Wellen mit Sturm am Muriwai Beach. Das zweite zeigt schwarzen Sand bei Awakino (an der Westküste, höhe Taupo). Im letzten sieht man meine Übernachtungsstätte aus meiner Perspektive.